Vermögen aufbauen – Die 3 Grundprinzipien für einen soliden Vermögensaufbau

Vermögensaufbau - das sind die drei GrundprinzipienDu möchtest wissen, wie du dir nachhaltig ein Vermögen aufbauen kannst?

Dann bist du hier genau richtig. 😃

Mit einem soliden Vermögensaufbau zu beginnen ist einfach und aus jeder finanziellen Situation möglich.

Denn so trocken und kompliziert, wie es im ersten Moment klingt, ist es ganz und gar nicht. Es gibt nur drei banale Grundprinzipien an die du dich halten solltest.

Und genau um diese drei Grundprinzipien geht es in diesem Artikel…

Prinzip 1: Behalte stets einen Teil deines Geldes

Ein Vermögen aufzubauen hört sich nach viel Arbeit an und klingt kompliziert? Das muss nicht sein!

Daher schauen wir uns zuerst an, was Vermögensaufbau eigentlich ist.

Was bedeutet es, ein Vermögen zu besitzen?

Wenn jemand vermögend ist, besitzt er viel Geld oder Vermögenswerte, die wiederum zu Geld gemacht werden können.

Es geht also im Kern darum, viel Geld zu besitzen.

Und wie schaffst du es, viel Geld zu anzuhäufen?

Die Antwort ist einfach: Du musst von dem Geld, welches du zur Verfügung hast, immer etwas behalten. Das erste Grundprinzip lautet also:

Für einen langfristigen Vermögensaufbau, musst du stets einen Teil deines Einkommens behalten.

Jetzt fragst du dich vielleicht:

» Wie soll das gehen? Ich habe doch eh nur so wenig… «

Nun, wenn du es bisher nicht geschafft hast, dann solltest du dir anschauen, warum du es bei dir nicht geklappt hat.

In unserer Gesellschaft heutzutage hat jeder eine gewissen Betrag an Geld zur Verfügung. Der eine mehr, der andere weniger.

Aber: Egal, ob es nur ein paar Euro Taschengeld sind, oder jeden Monat ein fettes Gehalt…

… entscheidend für finanziellen Erfolg ist nicht, wie viel Geld jemand zur Verfügung hat, sondern was er mit seinem Geld tut!

Wie viel von deinem Geld gibst du aus?

Was du mit deinem Geld machst, das entscheidest du selber:

  • Gibst du dein Geld komplett aus?
  • Für was gibst du dein Geld aus?
  • Brauchst du alle die Dinge, für die du dein Geld ausgibst?
  • Oder möchtest du in Zukunft dein Geld lieber behalten?

Fakt ist:

Wenn du ein Vermögen aufbauen möchtest, dann musst du dir angewöhnen, einen Teil deines Geldes zu behalten.

Wenn du das bisher nicht getan hast, solltest du dein Verhalten ändern und einen neuen Umgang mit Geld etablieren.

Sobald du anfängst Geld zu behalten, hast du bereits mit deinem Vermögensaufbau begonnen.

Und damit kommen wir zu Prinzip zwei…

Prinzip 2: Gib dein Vermögen niemals aus!

Im Grunde könnte man das erste Grundprinzip auch zusammenfassend mit: „Du musst Geld sparen.“

Aaaaaaber! Und hier bitte besonders aufpassen…

Vor dem Begriff „sparen“ möchte ich dich warnen. Denn:

In unserer Gesellschaft ist Sparen auf eine bestimmte Art und Weise konditioniert. Und zwar lernen wir zu Sparen, um uns bestimmte Dinge kaufen zu können. Wünscht sich ein Kind ein bestimmtest Fahrrad (oder heute vielleicht eher ein Smartphone) heißt es häufig: Dann musst du dafür sparen. Also das Geld, was wir sparen ist dafür gedacht, wieder ausgegeben zu werden.

Wir sind also darauf trainiert, unser angespartes Geld wieder auszugeben.

Das ist beim Vermögensaufbau anders: Du darfst dein Vermögen niemals ausgeben!

Dazu eine kurze Geschichte, die mich persönlich sehr stark inspiriert hat…

Es handelt sich dabei um eine uralte Fabel, hier in meinen Worten nacherzählt:

Es war einmal ein armer, einsamer Bauer. Er besaß einen kleinen Stall mit ein paar Gänsen. Als er eines morgens in den Stall kam, fand er, im Nest seiner Lieblingsgans, ein schweres, gelb glänzendes Ei. Zuerst dachte er, man hätte ihm einen Streich gespielt. Aber als er dieses schätzen ließ, stellte sich heraus, dass das Ei aus purem Gold war! Der Bauer konnte sein Glück kaum fassen. Von nun an, legte die Gans Tag für Tag ein neues goldenes Ei. Der Bauer verkaufte die goldenen Eier und wurde schnell sehr reich. Dabei wurde er dann immer gieriger und ungeduldiger. Schließlich beschloss er, die Gans zu schlachten, um hinter das Geheimnis dieser Gans zu kommen. Aber als er die Gans geschlachtet hatte, war ihr Bauch einfach nur leer. Jetzt hatte der Bauer eine tote Gans, die keine goldenen Eier mehr legen konnte.

Äsop
Äsop
antiker griechischer Dichter, 6. Jahrhundert v. Chr.

Als ich die Geschichte das erste mal gehört habe, war mir klar: So eine Gans will ich haben!

Dein Vermögen ist wie eine Gans die goldene Eier legt.Geht es dir auch so?

Genau als eine solche goldende Gans kannst du dein Vermögen betrachten!

Wenn du sie gut behandelst und immer weiter fütterst, wächst sie. Eines Tages wird sie dir das mit dem legen von goldenen Eiern danken.

Wenn die Gans groß genug ist, kannst du von den Eiern leben.

Aber die Quintessenz aus der Geschichte und die wichtigste Regel beim Vermögensaufbau: Du darfst die Gans (dein Vermögen) niemals schlachten.

Alle Lehren aus der Fabel:

  1. Die Gans repräsentiert dein Vermögen.
  2. Legst du Geld zur Seite, fütterst du deine Gans.
  3. Dadurch, dass du sie fütterst, wächst deine Gans (dein Vermögen).
  4. Hat die Gans eine bestimmte Größe erreicht, ist sie in der Lage Eier zu legen. Ab dem Moment wirft dein Vermögen Erträge ab.
  5. Je größer deine Gans wird, desto größer werden auch die Eier, die sie legt.
  6. Jedesmal wenn du Geld aus deinem Vermögen ausgibst, schlachtest du deine Gans.

In der Fabel kann der Bauer wunderbar von den Erträgen seines Vermögens leben. Genau das sollte auch dein Ziel beim Vermögensaufbau sein.

Der Bauer entscheidet sich leider dazu die Gans zu schlachten. Aber dein Ziel sollte sein, nicht vom Vermögen direkt zu leben, sondern so lange das Vermögen wachsen zu lassen, bis du von den Erträgen leben kannst. Also von den goldenen Eiern und nicht von der Gans!

Das Grundprinzip Nummer Zwei, ergibt sich also aus der Fabel:

Gib dein Vermögen nicht mehr aus. Niemals!

Und damit dein Vermögen auch Erträge abwirft, kommen wir zum dritten Prinzip…

Prinzip 3: Lass dein Geld für dich arbeiten

Du legst also Monat für Monat Geld zur Seite, somit wächst dein Vermögen (deine Gans).

Das heißt aber noch nicht, dass deine Gans schon Eier legt. Doch genau da soll es hingehen, da du vorher für jeden Euro den dein Vermögen wachsen soll, selber arbeiten musst.

Das Ziel ist es also, dein Geld für dich mitarbeiten zu lassen. So, dass du aus deinem Vermögen Erträge erzielst.

Du kannst jeden Euro als Arbeiter sehen. Jeder Euro, den du behältst, kannst du für dich arbeiten lassen.

Wie geht das?

Grundprinzip Nummer Drei:

Du musst dein Geld gewinnbringend investieren.

Doch ganz wichtig!

Das ist nicht das einzige Grund, warum du dein Geld für dich arbeiten lassen solltest.

Es folgen drei weitere Argumente, dein Geld langfristig anzulegen und zu investieren:

Argument 1: Die Bank gibt dir kaum Zinsen

Die Bankzinsen sind in der heutigen Zeit so gering, bzw. nicht mehr vorhanden, dass es sich nicht lohnt, Geld nur auf dem Konto liegen zu lassen.

Während es früher Zeiten gab, in denen dein Vermögen nur durch Bankzinsen gewachsen ist, passiert heute mit deinem Geld auf dem Konto nichts mehr. Hier verschwendest du die wertvolle Arbeitskraft deines Geldes.

Das ist schade, aber alleine noch nicht schlimm. Denn du behältst dieses Geld ja…

… aber:

Argument 2: Die Inflation frisst dein Geld auf

Das Geld, welches auf deinem Konto liegt, nimmt dir keiner weg. Das Problem ist aber, dass der Wert des Geldes mit der Zeit geringer wird.

Sprich: Du wirst dir von 50 Euro in Zukunft weniger kaufen können, als noch heute.

Dieses Phänomen wird Inflation genannt.

Inflation = der Vorgang, dass die Preise für Produkte immer weiter steigen und der Wert des Geldes dadurch immer geringer wird.

Die Inflation frisst also langsam dein Erspartes auf.

Du kannst es dir so vorstellen:

Stell dir vor, du besitzt einen Wassertank. Um diesen mit Wasser voll zu bekommen, schüttest du nach und nach mit einem Glas Wasser hinzu. Der Wasserstand steigt. Aber leider hat der Tank ein klitzekleines Loch im Boden. So dass er gleichzeitig ganz langsam Wasser verliert. Von außen ist es kaum sichtbar. Und da du laufend Wasser hinein gibst, steigt der Wasserstand auch weiter. Über die Jahre macht der Verlust deutlich bemerkbar. Du hast deutlich mehr hinein gegeben, als der Tank hinterher hält.

Die Inflation ist ein schleichender Prozess. Die aktuelle Inflationsrate wird derzeit bei durchschnittlich 1,8% angegeben. Das bedeutet, wenn du heute 10.000 Euro besitzt, fällt deren Kaufkraft innerhalb der nächsten 10 Jahre auf 8.366,08 Euro.

Die Berechnung der Inflationsrate ist umstritten und ungenau, deswegen sind die Werte und exakte Zahlen nicht so relevant. Wichtig zu wissen ist nur, dass es die Inflation gibt, denn diese ist ein wichtiger Grund, dein Geld für dich arbeiten zu lassen.

So sicherst du dein Geld gegen die Inflation ab, beziehungsweise gleichst diese damit aus.

Kommen wir nun zum dritten Argument, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Ich bin sicher das wird dir besser gefallen als die ersten beiden. 😉

Argument 3: Der Zinseszins-Effekt macht dich reich

Der Zinseszins ist dein bester Freund beim Vermögensaufbau.Während die beiden ersten Argumente einen leicht negativen Touch hatten, ist der Zinseszins-Effekt genau das Gegenteil davon.

Ich bezeichne ihn gerne als deinen besten Freund beim Vermögensaufbau.

Der Zinseszins bewirkt folgendes: Je mehr Geld du besitzt, desto schneller vermehrt es sich auch. Dadurch entsteht ein exponentielles Wachstum.

Auch Albert Einstein hat schon gesagt:

Die stärkste Kraft im Universum ist der Zinseszins.

Albert Einstein
Albert Einstein
deutscher Physiker

Sprich: So lange du die Erträge aus deinem Vermögen weiter im Vermögen behältst, wächst dein Vermögen mit zunehmender Geschwindigkeit.

Um beim Beispiel mit der Gans zu bleiben: Lässt du die Eier bei der Gans, wächst diese immer schneller.

Zusammenfassung

Vermögensaufbau ist nicht schwer. Es gibt drei Grundprinzipien an die du dich halten solltest:

  1. Geld behalten
  2. Vermögen niemals ausgeben
  3. Geld für dich arbeiten lassen

Mein Rat zum Schluss: Der beste Zeitpunkt für den Start eines Vermögens ins jetzt! Fang sofort damit an. 😃

12 Kommentare

  • Danke für diesen Artikel. Er motiviert mich total, dieses Thema Geld noch mehr zu beachten.
    Stimmt, ich sollte jeden Tag ein klein wenig für mein Geld reservieren. Das habe ich bisher nicht so konsequent getan. Aber deine Artikel motivieren tatsächlich dazu. Und der Erfolg wird nicht ausbleiben.
    Danke Per und mach weiter so!
    Barbara

  • Hallo Per,

    ich bin fest entschlossen das Thema Finanzen und Vermögensaufbau dieses Jahr endgültig zu beginnen und ein für alle mal auf saubere Füße zu stellen. Daher vielen Dank für diesen ausführlichen und sehr leicht verständlichen Artikel.

    Beste Grüße,
    Gerd

  • Hi Per,
    schöne, knappe Zusammenfassung.

    Ich habe mir bei meiner Bank verschiedene Unterkonten anlegen lassen. Eben auch eines für Vermögensbildung.

    Monatlich gehen per Dauerauftrag fixe Beträge von meinem Giro in die verschiedenen Töpfe.

    Das hält mir den Kopf frei und auf meinem Girokonto bleibt nur was ich diesen Monat noch ausgeben „darf“.

    Hat sich wieder Geld in meinem Investitionstopf angesammelt, lege ich es an.

    Ein weitgehend automatisiertes System. Einmal aufgesetzt. Jetzt unterstützt es mich aus dem Hintergrund, ohne dass ich mir groß den Kopf zerbrechen muss.

    Fazit: Der anfängliche Aufwand zum Einarbeiten und Einrichten lohnt sich.

    Grüße

    • Hallo Matthias,

      super! Da sieht man wieder wie einfach es sein kann und wie wichtig eine Struktur ist.

      Viel Erfolg beim Geld anlegen!
      Per

  • Hey Per,
    Danke für den ausführlichen Artikel!
    Ich mache mit dem Thema auch schon eine Weile rum. Derzeit verplemper ich mein Geld gefühlt – bzw gönne mir mehr Urlaub, Kurse und Ausrüstung für Freizeit als ich mir leisten kann.
    Naja, immerhin bilde ich mich weiter, mache eine Fortbildung und investiere in meine Zukunft und in das Online Business.
    Meine Hoffnung ist, dass sich das alles irgendwann x-fach auszahlt.
    Liebe Grüße, Benedikt.

    • Hi Benedikt. Danke für deinen Kommentar. Eine Investition in deine Bildung ist, wenn du es gezielt machst, auch immer eine gute Investition. Bleib dran. VG Per

  • Andrea

    Hi Per,
    Danke für diesen Artikel.
    Du sprichst das an, was effektiv hilft, sein Geld in den Griff zu bekommen!
    Und man muss gar keinen großen Aufwand betreiben. Nur einmal vernünftig über die eigene Situation nachdenken und handeln.
    Ich wünsche dir, dass Du viele Leser damit erreichst und sie dadurch ihre finanzielle Situation optimieren können.
    Herzliche Grüße
    Andrea

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