Gebe ich zu viel Geld aus? (Faustregeln für den Alltag)

Wenn Geld ausgeben einen negativen Beigeschmack mit sich bringt...

Machst du dir auch manchmal Gedanken darüber

  • Ob du zu viel Geld ausgibst?
  • Ob du über deine Verhältnisse lebst?
  • Oder ob dein Konsumverhalten normal ist?

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel geht es darum, wie du feststellst, ob du wirklich zuviel ausgibst, oder ob dein Konsumverhalten völlig okay ist.

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Gebe ich zuviel aus?

Ich möchte ehrlich mit dir sein: Wenn du dir diese Frage stellst, dann spricht vieles dafür, dass du tatsächlich tatsächlich zuviel ausgibst.

Warum? Das erläutere ich dir gerne...

Ich vermute mal, du stellst dir die Frage, weil du grundsätzlich nicht zufrieden bist mit dem, was von deinem Geld übrig bleibt...

Vielleicht bist du auch in der Situation, dass dein Kontostand am Monatsende regelmäßig ins Minus rutscht…

Machen wir uns nix vor, wenn das so ist, dann gibst du natürlich zuviel Geld aus.

Die erste Faustregel, die ich dir mit auf den Weg geben möchte, lautet daher:

Faustregel


Wenn du unzufrieden bist mit dem was übrig bleibt, dann gibst du aktuell zuviel Geld aus.

Woher weiß man, wie viel Geld man ausgeben darf?

"Was wäre denn eigentlich zu viel?"

Woran macht man das fest? Ich bin mir sicher, die meisten können diese Frage nicht klar beantworten. Und hier ist das eigentliche Problem:

Es fehlt ein Maßstab. Ein Maßstab dafür, was "zu viel" wäre.

Was meinst du passiert zwangsläufig, wenn man keinen klaren Maßstab dafür hat, was man ausgeben darf?

Man orientiert sich an dem, was da ist!

Sprich an seinem Einkommen...

Und dieses Phänomen kennt so gut wie jeder. Mit steigendem Einkommen wächst auch der Lebensstandard. Man gibt einfach mehr Geld aus, wenn man mehr zur Verfügung hat...

Je mehr Geld man zur Verfügung hat, desto mehr gibt man auch aus.

Je mehr Geld man zur Verfügung hat, desto mehr gibt man auch aus.

Es gibt sogar einen Namen dafür: "das Gesetz der Verschwendung".

Das Problem dabei: Wer sich mit seinem Ausgaben an seinem Einkommen orientiert, der gibt sein Geld komplett aus. Egal wie viel hoch das Einkommen ist dem Verhalten landet man zwangsläufig immer wieder bei Null...

Und das ist sicherlich nicht das Ziel.

Also brauchen wir eine andere Lösung. Wir brauchen einen neuen Maßstab, anhand dessen du bewerten kannst, "die Ausgabe ist okay" oder "das ist jetzt zu viel"...

Macht das Sinn? Sehr gut.

Warum es nicht reicht, sich feste Budgets zu setzen

Wenn man sich durchs Internet klickt, findet man viele Tipps und Tricks. Ein häufig genannter zum Thema Konsum ist: Setze dir feste Limits, bzw. Budgets, wie viel du wofür ausgeben möchtest. Einige Smartphone-Apps setzen beispielsweise auf diesen Ansatz.

Die Idee an sich klingt simpel, ist aber in der Praxis oft zum Scheitern verurteilt. Warum?

Ich vergleiche es gerne mit einer Diät zum Abnehmen. Das klassische Prinzip einer Diät ist es, dass man sich in seinem Verhalten einschränkt (auf etwas verzichtet, zum Beispiel Kohlenhydrate). Das liefert im ersten Moment natürlich Ergebnisse, bringt aber selten nachhaltige Erfolge. Wer kennt nicht den Jojo-Effekt?

Dasselbe passiert erfahrungsgemäß auch im Bereich Finanzen. Setzt man sich einen festen Rahmen, ist man gezwungen sich einzuschränken. Der gleiche Lösungsansatz "Verzicht". Und das ist auf lange Sicht meistens nicht realistisch...

Denn der Erfolg basiert auf gnadenloser Disziplin.

Eine Zeit lang kann man sicherlich auf sein Lieblingsessen verzichten, aber irgendwann möchte man dann doch wieder in den Genuss davon kommen. Oder man möchte sich irgendwann doch wieder bestimmte Dinge leisten...

Wir brauchen also ein realistischen Plan und ein besseres Maß dafür "was drin ist".


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Wie finde ich das richtige Maß für "das ist drin"?

Um das zu beantworten muss ich auch hier ein wenig ausholen...

Was denkst du, wie treffen wir Menschen grundsätzlich Entscheidungen? Eher rational oder eher emotional?

Ich sage es dir: Im Grunde treffen wir nahezu alle Entscheidungen auf emotionaler Basis. Sprich wir lassen uns von unseren Gefühlen leiten...

Auch beim Konsum.

Beweis gefällig? Denk doch mal an deinen letzten Konsumkauf. Hast du nüchtern und rational abgewogen ob der Kauf sinnvoll ist, oder aus dem Gefühl "das möchte ich haben" heraus eine Kaufentscheidung getroffen?

Wir entscheiden aus dem Bauch heraus. Dagegen ist grundsätzlich nicht einzuwenden, so ticken wir Menschen halt.

Nur wenn wir uns beim Geldausgeben komplett auf unsere Emotionen verlassen, geht das nach hinten los.

Denn in den meisten Fällen sind unsere Gefühle eher kurzfristige Impulse. Das bedeutet, wenn unsere Emotionen die Bewertungsgrundlage sind, also unser Maßstab, werden wir nur improvisieren.

Das läuft darauf hinaus, dass wir nur damit beschäftigt sind Löcher zu stopfen und kurzfristige Bedürfnisse zu befriedigen. Und je mehr wir improvisieren, desto mehr sind wir gezwungen damit weiter zu machen...

Das ist genau der Teufelskreis in dem viele Menschen sich befinden.

Wenn du allerdings finanziell erfolgreich sein möchtest, dann musst du grundlegende Entscheidungen "nüchterner" treffen. Du musst dich an konkreten Zahlen orientieren.

Faustregel


Nicht deine Gefühle sondern nur Zahlen und Fakten zeigen dir, was drin ist oder nicht.

Ist das nicht total verkrampft und verkopft?

Vielleicht denkst du jetzt sowas wie: Ich will doch nicht mein ganzes Leben nur nach Zahlen leben, ich möchte mein Leben genießen. So kann man sich doch gar nicht entspannen. Ich will mir doch auch mal was gönnen, ohne großartig zu überlegen...

Dann stimmt ich dir absolut zu. Denn Geld ist für mich nur ein Mittel zum Zweck und dein Kontostand sollte nicht die höchste Priorität in deinem Leben spielen.

Aber, ich bin der Meinung, dass du, wenn du dir etwas gönnst, das ganze auch mit einem maximal guten Gefühl tun solltest. Und das wiederum bekommst du nicht, wenn bei jeder Ausgabe ein unterschwelliges schlechtes Gewissen mitschwingt.

Du musst wissen, dass das was du dir gönnst, auch wirklich drin ist...

Dafür musst du deine Zahlen im Blick haben. Dafür brauchst du Kontrolle.

Das Paradoxon der Freiheit:

"Ohne zu wissen was "drin ist", wirst du nie richtig befreit aufleben in Konsumfragen. Echte Freiheit entsteht durch einen klaren Rahmen indem du dich bewegen kannst. Die Augen zu verschließen und blind zu konsumieren ist immer nur eine Pseudo-Freiheit."

Was darf im Leben wie viel kosten?

Die Frage ist also: Was ist der richtige Rahmen? Woran kann man sich halten, was wäre denn richtig? Was darf denn wie viel kosten?

Das ist tatsächlich einige der Fragen, die ich am häufigsten höre...

Mehr dazu erfährst du übrigens in meinen Artikel “Wie viel Geld braucht man eigentlich zum Leben?

Menschen suchen nach einer klaren Vorgaben:

  • Was darf ein Auto kosten?
  • Was ein Haustier?
  • Was darf ich für mich ausgeben?

Am liebsten in Tabellen zum nachschlagen.

Aber so funktioniert das nicht.

Wie soll man das pauschal beantworten? Das ist nicht nur unmöglich, sondern auch völlig sinnlos.

Warum?

Weil wir Menschen Individuen sind. Jeder Mensch ist anders. Jeder hat andere Prioritäten und Werte. Jeder führt ein anderes Leben.

Es macht keinen Sinn sein Ausgabeverhalten an anderen oder einer Norm zu orientieren.

Warum das so ist, möchte ich mit einem kleinen Test demonstrieren:

Selbsttest "Was sind deine Geldfresser?"

Überlege mal ganz spontan und aus dem Bauch heraus...

Was glaubst du sind dein größte Geldfresser? Wo geht in deinem Leben viel Geld "verloren"?

Welche Gedanken kommen da hoch​?

...

Vielleicht dein Auto? Ein bestimmtes Hobby? Deine Haustiere? Oder sind es deine Kinder, die viel Geld kosten?

Ich wette du hast jetzt eine Idee im Kopf.

In meinen Coachings haben meine Teilnehmer oft auch so ein vages Gefühl, in welchem Bereich des Lebens zu viel Geld "verloren geht"...

Und egal welcher Bereich es bei dir ist, ich habe eine These:

Genau in diesem Bereich willst du dich nicht einschränken!

Stimmt's?

Woher weiß ich das? Ganz einfach:

Wenn du schon weißt, wo dein Geld "verloren" geht, du aber nichts dagegen tust, dann hast du einen guten Grund. Du willst es nicht.

Jemand der seine Tiere über alles liebt, der wird mit Sicherheit nicht daran sparen wollen...

Und was würde es jetzt bringen, wenn dir jemand anderes vorgibt was "richtig" ist? Richtig: Gar nichts. Du musst das richtige Maß für dich selber finden.

Faustregel


Was "zu viel" ist, richtet sich nur nach deinen persönlichen Werten und Prioritäten.

Was sind deine Prioritäten?

Warum machst du dir Sorgen, ob du zuviel Geld ausgibst?

Wahrscheinlich weil du im Hinterkopf die Frage mit dir herum trägst, ob du finanziell gut aufgestellt bist...

Vielleicht sagt dein Unterbewusstsein Dinge wie...

Du müsstest etwas für später zu Seite legen, besser für die Kinder vorsorgen, dich mehr um deine Altersvorsorge kümmern, für bessere Absicherung im Ernstfall sorgen und so weiter...

Was du also tun solltest, mehr in diese Unsicherheit hineinzuhören. Mehr Klarheit zu erzeugen, was dich beschäftigt. Dann kannst du diese Dinge ab sofort besser einplanen.

Faustregel


Den Gedanken "Gebe ich zu viel Geld aus?" wirst du nur hinter dir lassen, wenn du deinen Spielraum kennst und weißt, dass du an alles gedacht hast!

Fazit

Keiner kann dir sinnvolle Vorgaben machen, in welchem Bereich du dein Geld ausgeben solltest....

Du musst (darfst) es selber tun!

Nur wer einen guten Plan, der sich an den eigenen Prioritäten und Werten orientiert, wird finanziell ein entspanntes Leben führen.

“Gebe ich zuviel Geld aus?” ist also die falsche Frage.

Deutlich besser wäre zum Beispiel: “Wie viel will ich für was ausgeben?”


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Dein Per

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