Geldsorgen loswerden – 7 Ursachen, 7 Lösungen

Geldsorgen ist eine dauerhafte Angst vor dem finanziellen Ruin.

Diese Angst kann sehr belastend sein und die Lebensqualität enorm beeinträchtigen.

Häufig wird die eigene Situation als Aussichtslos empfunden und die Person dreht sich gedanklich im Kreis.

Die Ursachen für die Geldsorgen können dabei sehr unterschiedlich sein.

In diesem Artikel geht es um die häufigsten Ursachen von Geldsorgen und die jeweiligen Lösungsansätze um diese abzulegen und langfristig hinter sich zu lassen...

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Geldsorgen machen das Leben schwer!

Wer Geldsorgen hat, der schleppt eine quälende Unsicherheit mit sich herum, was ganz schön belastend sein kann.

Das Leben dreht sich um Fragen, wie:

  • Reicht das Geld nächsten Monat noch?
  • Wie soll ich jemals von den Schulden wegkommen?
  • Kann ich die nächste Rechnung überhaupt noch bezahlen?
  • Müsste ich nicht etwas fürs Alter zur Seite legen?
  • Kann ich die Ausbildung meiner Kinder finanzieren?
  • Wie soll ich jemals meiner Familie etwas bieten?

... und so weiter.

Wer ist von Geldsorgen betroffen?

In meinen Finanzcoachings arbeite ich mit Menschen aus allen Altersschichten und (fast) allen Einkommensschichten zusammen.

Wirklich verwunderlich ist es nicht, dass so viele Menschen Geldprobleme bekommen. Denn in unserem System wird keinerlei Grundlage zu finanzieller Bildung geleistet.

Will heißen: Wenn du aktuell Geldsorgen mit dir herum schleppst, dann bist damit alles andere als alleine!

Im Folgenden stelle ich dir die häufigsten Ursachen die hinter Geldsorgen stecken vor und welche Lösungsansätze es jeweils gibt...

Viel Spaß beim Lesen!


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Ursache 1: Geldmangel

Wer Geldprobleme hat, kommt meistens auf die Idee: "Ich brauche mehr Geld."

Auf den ersten Blick ist der Gedanke auch nachvollziehbar. Aber ist das auch wirklich die Lösung?

Ich behaupte: Nein! Warum?

Lass mich folgenden Vergleich ziehen...

Warum Geldprobleme (fast) nie mit "mehr Geld" lösbar sind


Stell dir vor, du hast ein Wassereimer. Du möchtest diesen Eimer mit Wasser befüllen, doch er hat ein paar Löcher am Boden. Wie sinnvoll ist es, den Wasserhahn immer weiter aufzudrehen um den Eimer voll zu bekommen?


Undichter Wassereimer

Ganz klar: Wenig sinnvoll. Das Wasser was du mehr hineinfüllst, geht wieder verloren. Bevor du die Löcher beseitigt hast, bringt es wenig, den Wasserhahn immer mehr aufzudrehen...

Genauso verhält es sich mit unseren Finanzen.

Wenn wir es nicht schaffen 5.000 € zusammen zu halten, warum sollte es dann mit 10.000 € klappen?

Das ist auch der Grund, warum überdurchschnittlich viele Lotto-Gewinner nach wenigen Jahren finanziell schlechter dastehen, als vor dem Gewinn.

Mehr Geld ist also in den seltensten Fällen eine Lösung für Geldprobleme.

Der einzig sinnvolle Schritt zur Lösung:

Bevor du anfängst, dir mehr Geld zu wünschen, solltest du lernen dein Geld besser zusammen zuhalten.

Mit einer "Finanzspritze" vertagst du deine Geldprobleme nur...

Die Grundlage für finanziellen Erfolg ist ein solides finanzielles Fundament.

Schaue immer zuerst ob du deine Schwierigkeiten nicht durch Optimieren deiner Kosten lösen kannst. Erst danach macht es Sinn dein Einkommen zu erhöhen.

Selbst wenn du ein Einkommen am Rande des Existenzminimums hast (und wirklich wenig Geld zur Verfügung steht), solltest du zuerst wo dein Geld bleibt, und dich erst dann darum kümmern, wo du mehr Geld herbekommen kannst (Einkommen erhöhen).

Ursache 2: Erziehung

Schon früh in unserer Kindheit wird unser Verhältnis zum Geld geprägt.

Wer mit finanziellen Sorgen aufgewachsen ist, der übernimmt das häufig in sein späteres Leben. 

Die erste Geldprägung entsteht in frühester Kindheit.

Die erste Geldprägung entsteht in frühester Kindheit.

Dann ist "Arm sein" der Status Quo und "Geldprobleme zu haben" das Normalste der Welt, so wie das Wasser für einen Fisch...

Der Fokus liegt auf dem Mangel.

Die Konsequenz: Aus dem Mangel heraus, werden die selben Entscheidungen getroffen und Fehler gemacht, wie in der Kindheit. 

Dementsprechend sind auch die Ergebnisse. 

Ausweg:

Geldsorgen entstehen immer im Kopf. Der antrainierte Mangel-Modus wird zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung. Sich auf Negatives und aufs "Arm sein" zu konzentrieren hemmt enorm.

Im Umkehrschluss bedeutet es: Du musst dich mehr auf die Fülle in deinem Leben fokussieren, mehr und mehr wahrnehmen, wie gut es dir eigentlich geht und Schritt für Schritt gedanklich den Mangel hinter dir zu lassen...

Wir leben in einem Land, indem wir einen extrem hohen Wohlstand erreicht haben. Keiner muss hungern, für jeden gibt es ein Dach über dem Kopf und genug Kleidung.

Diesen Lebensstandard nehmen wir im Alltag allerdings selten wahr. Eigentlich haben wir extrem viele Gründe uns reich und wohlhabend zu fühlen. Darauf sollte der Fokus mehr und mehr liegen...


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Ursache 3: Selbstzweifel

Ein Satz den ich häufig höre, wenn es um das Thema Finanzen geht: "Ich kann das nicht" oder "Ich habe Angst vor Zahlen".

Jemand der solche Glaubenssätze mit sicher herum schleppt, wird es schwer haben, finanziell gut aufgestellt zu sein.

Das Thema wird dann oft komplett ignoriert, vielleicht werden Briefe nicht mehr geöffnet und einfach beide Augen vor allen Finanzthemen verschlossen. 

Wer sich selber nicht zutraut mit seinen Finanzen zu regeln, der bekommt logischerweise irgendwann finanzielle Schwierigkeiten.

Die Lösung:

Im Grunde ist der Umgang mit Geld nichts hoch komplexes.

Aber wenn unsere Emotionen uns so stark aufhalten, dann wird es zu einem Unterfangen unsere Finanzen zu ordnen und zu regeln.

Der Weg daraus geht nur über super kleine Schritte. Fang damit an, dir nach und nach einen Überblick zu verschaffen: Welche Fixkosten hast du? Welche sonstigen Ausgaben? Wie viel gibst du insgesamt aus?

Beweise dir nach und nach das Gegenteil von deinem Glaubenssatz.

Und wenn du an damit alleine nicht weiter kommst, hole dir auf jeden Fall Hilfe. Ansonsten landest du in einem Teufelskreis, der immer schlimmer wird und dich mehr mehr belastet.

Zwei bittere Konsequenzen wenn man das Thema weiter wegschiebt


1) Das schlechtes Gefühl bleibt. Das Thema Geld ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Stimmt hier etwas nicht, ist es immer wie ein lästiger Stein im Schuh und kostet wertvolle Lebensqualität.

2) Langfristig nehmen die finanziellen Probleme zu. Im schlimmsten Fall droht irgendwann das böse Erwachen und ein Leben in Altersarmut.

Ein erster Schritt: Komm in meinen Newsletter und ich zeige dir, wie du Schritt für Schritt und mit einfachen Mitteln Klarheit in deine Finanzen bekommt.

Der Newsletter ist zu 100% kostenlos. Deine Daten sind sicher und bleiben anonym, du kannst dich im Zweifel mit einem Klick wieder abmelden.

Ursache 4: Umfeld

Häufig sind wir stark geprägt von unserem direkten Umfeld. Das gilt auch für unseren Konsum.

Simples Beispiel: Ein Nachbar kauft sich neues Auto und die halbe Siedlung verspürt plötzlich ebenfalls den Reiz ein neues Auto zu kaufen. Das ist normal.

Wer hier nicht aufpasst und sich zu sehr von seinem Umfeld zu sehr mitreißen lässt, der wird früher oder später zwangsläufig finanzielle Probleme bekommen.

Denn leider ist es in weiten Kreisen auch "normal" auf Pump zu leben, Dinge auf Kredit zukaufen (Auto, Haus, Möbel...).

Die Lösung:

Werde dir deiner wahren Wünsche und Bedürfnisse mehr und mehr bewusst.

Überlege dir welchen Preis du für viele Dinge zu zahlen hast, die dir vielleicht gar nicht so viel bedeuten.

Was sind DEINE Werte? Was sind DEINE Prioritäten?

Wir leben nun mal in einer Konsumgesellschaft (und jeder will dich konsumieren sehen). Da brauchst du starke Gegenargumente um auf bestimmte Dinge (die vielleicht "alle anderen" haben) zu verzichten.

Finanziell erfolgreich zu sein bedeutet auch, mehr nach deinen inneren Werten zu leben.


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Ursache 5: Fehlendes Interesse + Aufschieberitis

So wichtig ist Geld im Leben doch nicht, oder?

Viele Menschen überlassen ihre Finanzen einfach dem Zufall. 

Andere Dinge sind wichtiger - Karriere, Familie, Hobbies. Für die Finanzen bleibt kein Raum...

Dieses fehlende Interesse führt zwangsläufig dazu, dass es zu Schwierigkeiten kommt.

Kaum ein Thema wird häufiger "aufgeschoben" wie die eigenen Finanzen. Motto: "Irgendwie klappt es schon..."

Dieses Verhalten ist häufig auch bei Menschen mit gutem Einkommen zu beobachten. Sie haben eigentlich die besten Voraussetzungen, schaffen es aber nicht, dass am Ende des Monats etwas über bleibt.

Der Ausweg:

Wenn dir deine Finanzen bisher nicht so wichtig waren, dann darfst du dir zuerst die Frage stellen:

"Warum würdest du das ändern wollen?"

Du brauchst einen klaren Antrieb. Finde deine Motivation dich mit dem Thema auseinander zu setzen...

Vielleicht möchtest du irgendwann im Alter auf ein stattlichen Vermögen zurück greifen können, vielleicht möchtest du deine Familie besser absichern oder deinen Kindern eine tolle Ausbildung finanzieren können.

Leg den Fokus auf größere Ziele, ansonsten werden deine "Ausreden" und dein innere Schweinehund dich weiter davon abhalten...

Ursache 6: Finanzielles Chaos

Wenn es eine Sache gibt, die unserem finanziellen Erfolg im Wege steht, dann ist es Chaos in unseren Finanzen.

Ein fehlender Überblick, nicht zu wissen wohin unser Geld geht, welche Rechnungen anstehen und wie viel eigentlich über bleiben sollte...

Dann ist die fast logische Konsequenz: Unser Geld ist weg. Und zwar komplett.

Es gibt sogar ein Gesetz dazu - in diesem Artikel habe ich es genauer beschrieben: Geld sparen und das Gesetz der Verschwendung.

Die Lösung

Mach dir deine finanzielle Situation klipp und klar bewusst.

Schreibe auf:

  • Was habe ich an Geld zur Verfügung?
  • Was habe ich an Fixkosten?
  • Was sind meine sonstigen Ausgaben?

Bring Licht ins Dunkle und du wirst sehen, dieser Schritt verändern viel. Jetzt hast du die Chance deine Weichen neu zu stellen.

Ebenfalls lesenswert zu diesem Thema:

Haushaltsbuch führen - kompletter Einsteiger-Guide​​​

Ursache 7: Konsumverhalten

Du kannst dir vorstellen, der häufigste Grund für Geldprobleme ist, dass zuviel Geld ausgegeben wird.

Wir Mensch sind "Gewohnheitstiere" heißt es, und so ist es auch beim Konsum. Wir trainieren uns einen Lebensstandard an der irgendwann zur Gewohnheit wird.

Zum Problem wird es, wenn du nicht weiß, was finanziell für dich drin ist...

Dann gibst du schnell zuviel aus, und bekommst schleichend (und langfristig) finanzielle Probleme.

Die Lösung:

Du musst die Fakten auf den Tisch bringen, damit du klipp und klar weißt, was du überhaupt ausgeben darfst.

Simple Faustregel


"Wenn du nicht weißt, ob du dir eine bestimmte Sache leisten kannst, dann solltest du es dir auch nicht leisten."


Das klingt hart, aber was ich dir damit sagen möchte: Du solltest deine Situation besser kennen und planen.

Ansonsten fehlt dir jeglicher Anhaltspunkt bei deinen Kaufentscheidungen...

Durch das Planen wirst du erstens dein Konsumverhalten besser kontrollieren, und zweitens wird es sich deutlich besser anfühlen, wenn du dir etwas kaufst und weißt, dass es "drin ist".

Zusammenfassung - Was tun bei Geldsorgen?

Der schlimmste Fehler ist es, die Augen vor den Problemen zu verschließen.

Umgekehrt bedeutet es, dass der erste Schritt zur Lösung hinschauen ist. Nüchtern auf die Zahlen zu gucken. Zuerst mit der Frage: "Wohin geht aktuell das Geld?"

Mach dir deine finanzielle Lage so bewusst wie möglich. Nur so kannst du nötige Schlussfolgerungen ziehen und Veränderungen herbeiführen...

Wenn du selber mit dieser Schritt nicht zurecht kommst, kann ich dir nur raten dir Hilfe dafür zu holen.

Ein einfacher Start und weitere Informationen bekommst du in meinem kostenlosen Finanz-Crashkurs:


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Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen.

Falls ja, empfehle diesen gerne weiter:

Beste Grüße,
Dein Per

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6 Kommentare

  • Lieber Per,

    Du hast wirklich recht. Sobald man anfängt sich mit seinen Ausgaben zu beschäftigen, hat man automatisch eine bessere Haltung zum Geld. Danach wird es so nach und nach kein Tabu-Thema mehr.
    Es sind wirklich so einige Glaubenssätze tief verankert, die den Umgang mit Geld schwieriger machen. Mit deinen Tipps bekommt man gute Lösungen vorgezeigt. Du gehst in die Ursache des Geldproblems ein. Und ist dazu noch einfach erklärt.

    Weiter so 🙂

    Alles Liebe,
    Ezgi

  • Hallo Per,

    der ´Vergleich mit der Regentonne ist ja wirklich sehr treffend. Das stimmt einfach, wenn ein Leck da ist, dann fließt das Geld immer wieder raus. Und dann kann sich einfach nichts bessern. Danke auch nochmal für dein tolles Buch, das mir sehr die Augen geöffnet hat.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  • Lieber Per,
    großartig geschrieben, ja, das ist die Wahrheit! Einiges davon kannte ich in meinek Leben auch, vor allem diese Programmierungen, die wir von unseren Eltern übernehmen. Man kann sich da einfach rausarbeiten und die Gedanken in bezug auf Geld ändern. Ich habe bereits als Kind über meine Finanzen Buch geführt und das gibt mir Klarheit udn Sicherheit über meine Einnahmen und Ausgaben.

  • Sabine

    Lieber Per,
    in vielen hast du sicherlich Recht. Ich habe immer eine monatliche Finanzaufstellung und guten Überblick. Bin aber schwer erkrankt über 2 Jahre. Job weg, Heilung nur in Alternativen gefunden, die sehr teuer waren und so bin ich in eine große Geldnot geraten, an der ich heute noch knappere und kaum monatlich über die Runden komme, da ich grad nur TZ-Arbeiten kann.
    Ich versuche schon lange meine GS zu Fülle/Reichtum zu finden und zu ändern. Aber wenn man so einen Druck hat, ist das alles gar nicht so einfach.

    • Hallo Sabine, das ist nur Verständlich. Gerade in deiner Situation ist es extrem wichtig, den Überblick zu behalten und nicht die Augen vor dem Thema zu verschließen. Bleib weiter dran. Ich wünsche dir alles Gute! BG Per

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