Wie viel Geld braucht man eigentlich zum Leben?

Wie viel Geld braucht man zum Leben?Was kostet eigentlich ein durchschnittliches Leben so im Monat?

Dieser Frage gehe ich in diesem Artikel auf den Grund.

Ich präsentiere dir die Ergebnisse einer Studie, in der untersucht wurde, wie viel Geld ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland pro Monat verbraucht.

Und dann zeige ich dir, warum es verdammt wichtig ist, dass du weißt, wie viel dein Leben kostet (und wie du das ganz einfach herausfinden kannst).

Los geht es…

Wie viel Geld braucht der Durchschnitts-Deutsche im Monat?

Das Statistik-Portal statista hat den Wert ermittelt, den ein deutscher Haushalt im Durchschnitt im Monat verbraucht.

Das Ergebnis auf eine Person umgerechnet:

Pro Person brauchen wir im Durchschnitt 1240 Euro im Monat.

Diese teilen sich wie folgt auf die Lebensbereiche auf:

Durchschnittliche Ausgaben im Monat verteilt nach Kategorien
Die Kategorien sind vereinfacht zusammengefasst.

Das Ganze in konkreten Zahlen:

Ausgaben pro Monat:

Wohnen: 513,50 €
(Wohnen, Energie und Wohnunginstandhaltung, Innenausstattung, Haushaltsgeräte und – gegenstände)

Lebensmittel: 171,00 €
(Nahrungmittel, Getränke und Tabak)

Verkehr: 167,50 €
(PKW, Öffentliche Verkehrsmittel)

Freizeit: 160,00 €
(Freizeit, Unterhaltung und Kultur, Post und Kommunikation)

Sonstiges: 103,50 €
(Gesundheit, Andere Waren und Dienstleistungen, Bildungswesen)

Gastronomie: 71,00 €
(Beherbergungs- und Gaststättendienstleitung)

Kleidung: 54,00 €
(Bekleidung und Schuhe)

Gesamt: 1240 €

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Was hat das Ganze mit dir zu tun?

Du kennst jetzt also den Betrag, mit dem du in Deutschland auskommen und ein durchschnittliches Leben führen kannst.

Schön und gut – aber was bedeutet das jetzt für dich?

Ich sage: Es sollte ein interessanter Anhaltspunkt sein – nicht mehr und nicht weniger!

Warum?

Erstens:

Es handelt sich dabei um einen statistischen Wert. Solche Zahlen solltest du grundsätzlich nicht überbewerten. Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte. Dieser bezieht sich sowohl auf Menschen, die mit weniger auskommen, als auch mit Menschen die viel mehr brauchen. So entsteht unterm Strich ein Mittelwert.

Damit kannst dich sowieso nicht direkt vergleichen.

Außerdem sind die Kosten, die auf dich zukommen wahrscheinlich sowieso andere (zum Beispiel aufgrund von regionalen Unterschieden – Stichwort Mietpreise).

Und zweitens:

Dieser Wert hat mit deinem Leben nicht viel zu tun. Denn jeder lebt anders und jeder hat andere Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse.

Beispiel: Der eine braucht ein Auto um damit zur Arbeit zu kommen, dem nächsten reicht dafür ein Fahrrad. Wiederum ein anderer arbeitet von Zuhause und braucht theoretisch gar kein eigenes Fahrzeug.

Und außerdem: Vielleicht ist ein durchschnittliches Leben für dich sowieso nicht erstrebenswert. 😉

Aber klar, wir Menschen neigen dazu uns zu vergleichen…

Nur wichtig ist, dass du dir bewusst bist, dass diese Zahlen kein Maßstab für dich sein sollten.

Die viel wichtigere Frage, die du dir stellen solltest, lautet:

Was kostet eigentlich DEIN Leben?

Es geht also nicht um den Durchschnitt oder sonst jemanden. Es geht nur um dich!

Hast du dich mal gefragt, was du so an Geld ausgibst?

»Weißt du, was dein aktueller Lebensstandard genau kostet?«

Ich schätze, die meisten Menschen wissen das leider nicht.

Das ist auch ein wichtiger Grund, warum diese Menschen niemals finanziell erfolgreich sein können.

(Warum das so ist, beschreibe ich im nächsten Absatz. Erstmal zurück zum Thema…)

Ich würde dir also dringend empfehlen, dieser Frage nachzugehen!

»Und wie macht man das?«

Das herauszufinden ist absolut nicht schwer.

Du musst dir dafür nur ein bisschen Zeit nehmen, dich hinsetzen und eine klare Aufstellung machen:

Kosten für deinen Lebensunterhalt bestimmen

1. Wie hoch sind deine Fixkosten?

Fixkosten sind alle Kosten, die regelmäßig auf dich zukommen (Miete, Strom, Sportverein). Mach dir eine Liste und schreib dir alle diese Ausgaben auf. Um keine zu vergessen, kannst du am besten deine Unterlagen und Kontoauszüge sichten.

2. Was gibst du ansonsten an Geld aus?

Finde heraus, was du im Alltag an Geld ausgibst und welche flexiblen Kosten entstehen. Der beste Weg dafür ist es, ein Haushaltsbuch zu führen. Schreibe dir deine Ausgaben mindestens einen Monat lang auf.

3. Hast du Verbindlichkeiten?

Hast du irgendwelche Schulden, die du abzahlen musst? Auch diese Raten solltest du in deiner Auflistung berücksichtigen.

Wenn du diese Werte alle kennst, kannst du Bilanz ziehen. Dann weißt du, was dein Lebensstandard aktuell kostet.

Das klingt jetzt nach Aufwand und nerviger Arbeit?

Ja das ist es auch vielleicht. Jedenfalls am Anfang.

Aber ich verrate dir was:

Der Schlüssel für alle finanziellen Erfolge…

Deine aktuellen Finanzen fest im Griff zu haben, ist wie ein Fundament für deinen zukünftigen Erfolg.

Kennst du noch die TV-Sendung mit dem Schuldnerberater?

Der macht genau diesen Schritt (direkt am Anfang) mit seinen Klienten. Jedesmal! Warum?

Um finanziell Ziele zu erreichen, musst du deine Ausgangslage kennen. Ansonsten wirst du immer auf der Stelle treten.

Jedes professionelle Finanzcoaching wird an diesem Punkt anfangen.

Sobald du einen klaren Überblick über deine Ausgaben hat, wirst du feststellen, dass du mehr und mehr die Kontrolle über deine Finanzen gewinnst.

Wenn du jetzt denkst, dass du in dem Bereich ein bisschen Nachholbedarf hast, dann empfehle ich dir meinen kostenlosen E-Mail Kurs:

Darin wirst du lernen:

  • Worauf es beim Thema persönliche Finanzen wirklich ankommt
  • Wie du ganz simpel eine komplette Transparenz in deine Finanzen bringst
  • Wie du Schritt für Schritt deine Finanzen felsenfest aufstellst
  • Was du tun musst, um das Beste aus deinem Geld herauszuholen

… und vieles mehr!

Erst wenn du die finanziellen Grundlagen beherrscht, macht es auch Sinn über weitere Schritte nachzudenken (Investieren, größere Ziele, finanzielle Ausrichtung. Vorher baust du nur auf Sand. Leider versuchen immer wieder Menschen die Grundlagen zu überspringen.

Das ist der Grund, warum viele Lottomillionäre schnell wieder pleite sind, oder warum viele Sport Stars nach der Karriere ihr Geld im Handumdrehen aufgebraucht haben…

Solchen Menschen fehlt das Wissen über die finanziellen Grundlagen…

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte aus dem Artikel kurz zusammengefasst:

  • Im Durchschnitt gibt ein Mensch in Deutschland 1240 Euro im Monat aus.
  • Du bist aber nicht der Durchschnitt…
    … und der Durchschnitt sollte dir im Grunde völlig egal sein!
  • Was für dich zählt: Was kostet dein Leben?
    Nur wenn du diesen Überblick hast, kannst du auch finanziell Erfolg haben…

Wenn du mehr über die finanziellen Grundlagen erfahren möchtest, und wissen willst, wie du deine Finanzen auf den Erfolgweg bringst, dann starte jetzt unverbindlich mit meinem kostenlosen Kurs:

20 Kommentare

  • Wow! Super spannender Artikel. Ich hab gerade mal nachgerechnet und bei mir macht Essen einfach mal über die Hälfte meiner Ausgaben aus 😀
    Liegt auch Bisschen daran dass ich nur Rad fahre und Görlitz mit die günstigsten Mieten Deutschlands hat.
    Liebe Grüße

  • Hallo Per, du hast es aber sehr genau ausgerechnet, ich gebe nur ein bisschen mehr für die Miete aus. Aber jetzt überlege ich, wie ich hier meine Ausgabe vermindern kann. Vielen Dank für den interessanten Beitrag!:)

  • Petra Kraft

    Hallo,
    klingt alles sehr realistisch, was ich aber vermisse ist die Position der Krankenkasse, wir sind ja alle verpflichtet krankenversichert zu sein. Dann kommen in meinem Fall nochmal 529,00€ dazu.
    Freue mich auf eine Antwort.
    Lg Petra

    • Hallo Petra, danke für deinen Kommentar. So ist es. In dem Beispiel geht es um Nettobeträge. Die Krankenkasse geht bei den meisten Menschen vorher ja schon vom Brutto-Lohn ab. Du hast Recht, es ist daher sehr individuell zu betrachten und eine persönliche Aufstellung lohnt sich sehr. BG Per

  • Axel

    Jeder gesparte Euro ist ein verdienter Euro. Geld was ich heute für überflüssigen Konsum nicht ausgebe ist Geld wofür ich morgen nicht arbeiten muß. Guthaben = Freiheit.

  • Beate

    Beim Sparkassendienst kann man kostenlos Haushaltsbücher und auch -Planer für verschiedene Lebensabschnitte (1. Kind, Renteneintritt usw.) anfordern, das nutze ich seit Jahren weil ich es für hilfreich betrachte. Die fixen Ausgaben führe auch zusätzlich in einer Excel-Tabelle, aufgeteilt in verschiedene Bereiche und kann so schnell Anpassungen vornehmen. Wichtig, wenn man z.B. eine Anschaffung auf Kredit vorhat.

  • Nicolinchen

    Was ist mit verschiedenen Versicherungen? Wo sind diese in der beispielmonatsrechnung verbucht? Wenn man eine privathaftpflicht- unfall- rechtschutz- hausrat- und krankenhauszusatzversicherung hat, kommt da schon was zusammen. Also wo ist das bitte aufgeführt? Liebe Grüße

  • FluxWild

    Ein super Artikel!
    Ich bin nun schon seit ein paar Jahren mit dem Ingenieur-Studium fertig und habe sofort eine Festanstllung bekommen, dümpel mit mit meinem Gehalt aber leider immer noch in den unteren Rängen rum. Hauptsächlich liegt das an der Region hier, die für meine Branche sehr wenig Jobs bietet.

    An sich war ich in der Vergangenheit aber immer der Ansicht, dass es für ein normales Leben reicht.
    Wenn man aber den Fehler macht, mal in den “falschen” Foren zu stöbern, bekommt man den Eindruck, dass man die Armutsgrenze erst ab 60.000€/Jahr hinter sich gelassen hat. So zumindest die These vieler Beiträge. Dort hat ja angeblich jeder Zweite ein Einstiegsgehalt von eben diesen 60.000€/Jahr gehabt und seit dem eine steile Tendenz nach oben.
    Vorsichtig gesagt, hatte mich das etwas verunsichert.

    Wenn ich nun aber mal deine Zusammenvassung der Daten von Statista sehe, merke ich, dass es einen ganz anderen Orientierungspunkt gibt, als das (angebliche) Gehalt von so vielen Forumsteilnehmern. Eben nicht, was vielleicht möglich wäre, sondern, was ich tatsächlich BRAUCHE.

    Zwei Anmerkungen an Per:
    – Es fehlt meiner Meinung nach noch der Punkt “Sparen / Rücklage / Altersvorsorge/” – Zugegeben, der steht auf der Statista-Seite auch nicht
    – Auf der Statista-Seite sind “Haushalte”-Ausgaben angegeben; daraus machst du die “Pro Person”-Ausgaben. Wie kommst du auf den Wert? Einfach durch 2 scheinst du nicht geteilt zu haben

    Eine allgemeiner Anmerkung:
    Wie Per schon sagt, ist die individuelle Lebensführung bzw. die persönlichen Wünsche und Vorstellungen ein wichtiger Faktor bei der Ermittlung des “Was brauche ich”-Wertes.
    Bsp.: Ein Nachbar von mir verdient richtig gutes Geld, sicherlich 1000€ mehr Netto als ich.
    Dafür hat er aber jeden Tag 2x 2h Arbeitsweg (= bereits 20h die Woche und noch keine Minute gearbeitet (ohne Stau wohlgemerkt)) und pünktlich Feierabend wird’s auch nicht oft geben.
    Auch bei dem sehr hohen Gehalt wäre das für mich nicht erstrebenswert, weil dadurch MEINE Lebensqualität viel zu stark sinken würde.

    • Genau, es handelt sich um ein reinen Durchschnittswert. Dieser hat mit dem Einzelnen nicht viel zu tun. Deswegen: Finanzen sind ein sehr individuelles Thema, jeder hat andere Wünsche, Ansprüche und Ideen. Daher sollte jeder auch bei sich selbst anfangen und schauen, was das eigene Leben kostet.

  • Petra

    Hoert sich gut an. In unserem fall 2 rentner, die zurueckkommen nach deutschl. Und bekommen keine rente, weder von deutschl noch von Australien. Wie hoch waere fuer uns die monatl. Krankenversicherung???wir sind beide ueber 70 😦 infrage kaeme zaehne,krankenhaus, etc. Danke im voraus fuer antwort,liebe Gruesse aus australien kennwort:kangaroo

  • Jörg

    Mich würde mal interessieren welches Auto für 175€ pro Monat zu unterhalten ist.
    Also Versicherung Treibstoff Inspektion Wertverlust. Für wie blöd soll man hier gehalten werden.
    Ölwechsel Jährlich 380€ z.b
    Also die 1240€ monatlich fürs Auto könnte passen. Und ja 40Tsd Netto sollte man schon mal einplanen aufs Jahr.
    Etwas für die Rente zurücklegen ist auch sinnvoll. ( wenn man mal eine Pflegekraft mit 3500€ einplant Rollstuhl gerechter Umbau 30 Tsd) .. hab da Ahnung von ..Renovierung des Eigenheims ..
    Auch wenn alle Banker erzählen das dies das optimale ist. Z. B. Der Dach des Hauses hält ca 30-40 Jahre kostet mal 30 Tsd, Heizung und diverse Reparatur kosten noch dazu. Ein Kredit ab 65 Jahren ist zu vergessen da gibt es keinen Banker der so erwas freiwillig macht.. denke mind das 3-4 fache als Sicherheit
    Dann wäre dann noch der Urlaub 24-31 Tage gibt es in den Firmen, da möchte man auch mal weg. Das sind auch keine 500€ selbst wenn man einen Pauschale für 400€ Bucht sind die Kosten höher.
    Ski Urlaub z.B schon Liftkarte 40€ pro Tag und 20€ Ski ausleihen in der billigsten Version und ich schreibe hier nicht vom Einzelkurs für 235€ für 4h das ist sicherlich Luxus.
    Ich wollte nur mal mit meinem Beitrag auf die kleinen fiesen Kosten aufmerksam machen die überall lauern.
    Tageszeitung Versicherung GEZ und Kosten des Geldverkehrs
    Ich hatte Z.B mal mit einer Kreditkarte immer alles rund um den Urlaub bezahlt.
    Nach einem Jahr bekam ich eine Gutschrift über 1 Prozent des Umsatzes.. war überrascht was ich so ausgehen hatte, (wäre noch nicht mal von der Hälfte des Betrags ausgegangen..)
    Meine Empfehlung alles aufs Jahr hochrechnen und dann staunen

  • Marcus

    Interessanter Artikel… Ich schreibe seit 10 Jahren jede (!) Ausgabe in Excel auf. Ich behaupte, das bringt mir Sicherheit und ermöglicht mir sogar einen bewussteren und reichhaltigeren Lebensstil. Oft werde ich dafür allerdings milde belächelt…

      • Kaddy

        Hallo Per! Echt guter Post. Kann mich dem Vorredner nur anschließen. Ich schreibe auch JEDE Ausgabe in eine Exceltabelle, die ich bereits seit fast 10 Jahren durchgängig und fortlaufend führe. Anfangs ohne richtigen Plan, aber in den letzten Jahren (bin nun 27) hat sich der Nutzen immer mehr rauskristallisiert. Ich sehe SOFORT was ich den Monat ausgeben kann und kann z.B. rumrechnen, wie viel ich weglege, was mir dann noch bleibt.. Ich werde auch total belächelt, aber ich belächle nur die Leute die sagen “pfff… was ich grad auf dem KTO habe? Weiss ich garnicht…” Wie kann man das nicht wissen? So wir das mit finanzieller Freiheit halt nix 😉 LG und weriter so!

  • Tobias Willich

    Wenn man wirklich Geld sparen will, dann ist es wichtig, dass man sämtliche Konsumkosten killt. Die notwendigsten Kosten kann man natürlich nicht verhindern, allerdings kann man durch weniger Konsum viel Geld sparen. Will jetzt kein Minimalisten Denken predigen, finde aber der Konsum in Amerika und auch in Deutschland ist einfach too much.

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